Sepharad

Von Sepharad in die neue Welt – vom Shtetl in die Pampa:

 

Nach der Reconquista (Rückeroberung) auf der Iberischen Halbinsel konvertierten meist unfreiwillig viele Juden zum katholischen Glauben. Dennoch blieben sie einer ansteigenden rechtlichen und gesellschaftlichen Diskriminierung ausgesetzt, die ihren Höhepunkt schlussendlich im Landesverweis (1492/95) fand. Durch die dadurch hervorgerufene Notsituation machten sich viele auf den Weg in den Westen, in die neue Welt nach Südamerika. Fast vierhundert Jahre später folgten ihrem Beispiel unzählige jüdische Menschen aus Ost- und Westeuropa. Es war die Flucht nach vorne, weg aus dem Hitler-Deutschland ins Land der Gauchos und Kaffeeplantagen.

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